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Essen für unterwegs: was in den Korb und die Essensthermos passt

Gerichte, die eine Stunde in der Tasche gut überstehen, und ein paar Handgriffe, damit Warmes warm und Kaltes kalt bleibt

Gilt für
Picknick, Radtour, Eisbahn
Vorbereitung
am Vorabend
Wichtig
Thermos vorwärmen
Vorher fragen
„Isst du alles?“

Bei vielen Verabredungen in diesem Kalender kommt irgendwann der Moment, an dem jemand Hunger hat. Auf der Eisbahn, nach einer Radtour, am See. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: den Kiosk mit Würstchen, Pommes und Bier, oder etwas Eigenes aus der Tasche. Das Eigene hat Vorteile, die über den Geschmack hinausgehen. Man muss nicht anstehen, man bleibt am Ort, und wer für zwei etwas vorbereitet hat, zeigt Aufmerksamkeit, ohne viele Worte darüber zu verlieren.

Dafür braucht es kein Kochtalent. Es braucht Gerichte, die eine Stunde in der Tasche gut überstehen, und ein paar Handgriffe beim Einpacken.

Was ein Gericht für unterwegs können muss

Es sollte bei Zimmertemperatur schmecken, nicht nur frisch vom Herd. Es sollte sich mit einer Gabel oder aus der Hand essen lassen. Und es sollte nicht tropfen. Damit fallen viele Lieblingsgerichte weg, aber erstaunlich viele bleiben übrig: Ofengemüse mit etwas Feta, ein Salat aus Linsen, Bulgur oder Nudeln, eine dicke Tortilla aus Kartoffeln und Eiern in Stücken, gefüllte Fladenbrote, Frikadellen aus Gemüse oder Bohnen, ein Blechkuchen ohne Sahne.

Für die Grundlagen, also was man aus Linsen, Getreide und Gemüse der Saison ohne großen Aufwand machen kann, lohnt sich ein Blick in eine gute Sammlung einfacher Alltagsrezepte. Die meisten davon lassen sich am Vorabend kochen und schmecken am nächsten Tag sogar besser.

Belegte Brote, Kirschen, Aprikosen und Gläser mit Saft auf einer blau karierten Picknickdecke
Aus der Hand, ohne Teller

Die Essensthermos für kalte Tage

Im Winter ist ein warmes Essen draußen ein kleines Ereignis. Eine Essensthermos, also ein breiter Behälter mit doppelter Wand, hält Suppe, Eintopf, Chili oder Curry mehrere Stunden heiß. Der wichtigste Handgriff ist derselbe wie bei der Thermoskanne: vorwärmen. Den Behälter zehn Minuten mit kochendem Wasser füllen, ausgießen, dann das sehr heiße Essen einfüllen und den Behälter ganz voll machen. Wer zu zweit unterwegs ist, nimmt zwei kleinere Behälter statt eines großen, dann muss niemand aus demselben Topf löffeln, und jeder kann sein Tempo haben.

Gut geeignet sind dicke Suppen aus Linsen, Kürbis oder Kartoffeln, ein Gemüse-Chili, ein mildes Curry mit Reis oder ein Milchreis mit Zimt für den Nachmittag. Weniger gut funktionieren Nudeln in Brühe, weil sie in Stunden weich werden.

Salat im Glas

Ein Schraubglas ist für Salat besser als jede Dose. Man schichtet von unten nach oben: zuerst das Dressing, dann feste Zutaten wie Gurken, Linsen oder Kichererbsen, dann Getreide oder Nudeln, ganz oben Blätter und Kräuter. So weicht nichts durch. Vor Ort wird das Glas einmal kräftig geschüttelt oder auf einen Teller gestürzt. Ein Glas pro Person sieht zudem auf einer Decke einfach schön aus. Wichtig ist nur ein Deckel, der wirklich dicht schließt, und ein Geschirrtuch, in das man die Gläser für den Transport einwickelt. Dann klirrt nichts im Korb, und am Ziel hat man gleich eine kleine Unterlage.

Kaltes kalt halten

Im Sommer ist das die eigentliche Aufgabe. Eine kleine Kühltasche mit einem Kühlakku reicht für ein paar Stunden. Noch praktischer ist eine Flasche Wasser, die man am Vorabend einfriert: Sie kühlt die Tasche und ist am Nachmittag geschmolzen und trinkbar. Gerichte mit Mayonnaise, rohen Eiern oder Sahne bleiben bei Hitze besser zu Hause. Obst lieber vor Ort schneiden, dann wird es nicht braun.

Ein Beispiel für zwei

Für ein Picknick im Spätsommer könnte der Korb so aussehen: zwei Gläser mit einem Salat aus Linsen, gerösteter Paprika, Feta und Petersilie, ein paar Stücke Kartoffeltortilla vom Vortag, ein halbes Brot, eine Dose mit geschnittenen Pfirsichen und zum Abschluss zwei Stücke Blechkuchen. Dazu eine Kanne mit kaltem Tee und eine kleine Flasche Sodawasser. Das ist an einem Abend vorbereitet und passt in eine Kühltasche.

Für einen Winternachmittag sieht es anders aus: zwei kleine Essensbehälter mit einer dicken Kürbissuppe, ein Beutel mit gerösteten Brotwürfeln zum Darüberstreuen, zwei Äpfel, eine Kanne Punsch. Die Brotwürfel kommen erst vor Ort in die Suppe, sonst sind sie weich. Mehr braucht es nicht, um auf einer kalten Bank etwas zu genießen, das man nicht am Stand kaufen kann.

Vorher eine Frage stellen

Bevor man für jemanden kocht, den man noch nicht gut kennt, lohnt sich eine kurze Nachricht: „Isst du alles, oder gibt es etwas, das du nicht magst?“ Das ist keine peinliche Frage, sondern eine aufmerksame. Sie vermeidet, dass das liebevoll geschichtete Glas mit Nüssen ungeöffnet bleibt.

Wie so ein Treffen konkret aussehen kann, zeigt das Picknick am See im August mit der Regel, dass jeder eine Sache selbst macht. Für die kalte Jahreszeit passt die Essensthermos zur Eisbahn im Januar, und was dazu in die Kanne kommt, steht unter Im Becher.